Achtung - aktuelle Radroutenänderung: Seit Beginn der Bauarbeiten 2008 rund um den neuen Offshore-Windenergie-Basishafen an der Baumrönne ist die beliebte Strecke zwischen Grodener Deich und Altenbrucher Hafen für Wanderer und Radfahrer leider gesperrt. Alternativ führt eine Ersatzroute von Cuxhaven aus über die Papenstraße, dann bei der Grodener Kirche und weiter über die Kreuzung B73 über die Alte Marsch. Kurz vor dem Altenbrucher Kanal biegt man links ab zum Leuchtturm "Dicke Berta" und kann von dort aus weiter am Deich entlang radeln.
 

Und so war es noch vor Beginn der Bauarbeiten am Grodener Deich... Vom Cuxhavener Stadtgebiet kommend radelte man von der Baudirektor-Hahn-Straße über den kleinen Fußgängerüberweg über die Bahngleise auf die Neufelder Schanze und von dort weiter bis an den Grodener Deich. An der Deichtreppe angelangt bog man nach rechts ab und fuhr in Richtung Grodener Leuchtturm. Hinter dem Leuchtturm überquerte man dann bei dem 2. Übergang den Deich weiter in Richtung Altenbruch.

Nachdem man früher an dem Leuchtturm vorbeigefahren war, fuhr man die 2. Deichüberfahrt hinauf und bekam von dort einen guten Überblick auf den weiteren Streckenverlauf bis Otterndorf (siehe kleines Foto). Von hier aus fuhr man während der gesamten Strecke bis nach Otterndorf auf einem asphaltierten Weg außendeichs mit Blick auf den Weltschifffahrtsweg entlang. Vor einem lag nun in etwa 400 Metern Entfernung die Grodener Baumrönne. Wenn man den Deich hinuntersauste und kräftigen Rückenwind hatte, reichte mit etwas Glück sogar eine einzige Pedalumdrehung um die Schleuse zu erreichen ;-)

Blick über den Baumrönnehafen in nördliche Richtung. Früher befand sich an dieser Stelle der kleinere Sommerdeich, das heißt, bei den höheren Wintersturmfluten wurde der dahinterliegende Polder bis zur weit entfernt liegenden Hauptdeichlinie überflutet. Der weiter zurück liegende ehemalige Hadeler Seebandsdeich wird im Laufe der weiteren Offshore-Bauarbeiten in Kürze abgetragen. An der Mündung der Baumrönne waren häufig außer Möwen auch Kiebitze, Austernfischer und zahlreiche Watvögel bei Ebbe gut zu beobachten.

Mit etwas Glück kommt auch ein solches Prachtexemplar von Kreuzfahrtschiff wie die "Grand Princess" vorbei. Bei einer Sturmflut sah es an dieser Stelle dann eher wie auf dem 2. kleinen Bild hier aus. Die Schafe erfüllen im Hinblick auf den Zustand der Deiche eine wichtige Aufgabe: Einerseits halten sie als "lebendige Rasenmäher" das Gras kurz, zum anderen festigen sie den Deich durch ihr Gewicht. Bei warmem Sommerwetter konnte man sich hier auch an die Steinkante setzen, die hier parallel zum Fahrradweg verläuft. Bei Ebbe kann man auch jetzt noch den Reusenfischern beim Einholen ihres Fangs an den Stacks zuschauen (solange der geplante Liegeplatz 9 an dieser Stelle noch nicht gebaut wird)

Schon nach kurzer Zeit war man am Altenbrucher Hafen angelangt, in dem in den Sommermonaten zahlreiche Jachten und Kutter liegen. Oben direkt auf dem Deich befindet sich die Gaststätte "Zur Altenbrucher Schleuse". Dieser Platz war übrigens schon einmal Drehort für einen Krimi aus der Reihe "Tatort". In unmittelbarer Nähe befindet sich ebenfalls auf dem Deich der neu restaurierte Leuchtturm "Dicke Berta" (siehe kleines Bild rechts). Wenn man mit dem Fahrrad von der Alten Marsch kommend die "Dicke Berta" erreicht hat, beginnt nun die eigentliche Fahrt seewärts am Deich entlang in Richtung Otterndorf.

Etwa einen Kilometer weiter schließt sich das beliebte Bojenbad Altenbruch mit seinem Grünstrand an. Hier können Sie sich auf der Grünwiese vergnügen oder bei sommerlicher Hitze ein erfrischendes Bad nehmen. Hier kann man u.a. auch Volleyball spielen und für die Kid's steht ein "provisorisches" Fußballfeld mit 2 Toren bereit. Viele lassen auch gerne ihre Drachen in die Luft steigen, weil es hier wirklich keinen Platzmangel gibt. Oben auf dem Deich befindet sich im ehemaligen Strandhaus das Panorama Eiscafé, das gleichzeitig auch eine Pizzeria ist, mit einem tollen Blick auf die vorbeiziehenden Schiffe

Nach einer längeren Strecke am Deich entlang gelangt man in einem großen Bogen an das Glameyer Stack. Wie der Name erahnen lässt, befindet sich an dieser, für Sturmfluten neuralgischen Stelle, ein langer Stack, der bis fast an die Fahrwasserrinne heranreicht. An einem kleinen "Sandstrand" kann man sich hier bei Niedrigwasser "die Füße vertreten" und den Wellen lauschen. Falls gerade ein großes und schnell fahrendes Containerschiff vorbeizieht, können Sie an dieser Stelle besonders gut beobachten, welche Sogwirkungen so ein großes Schiff auf das Wasser entwickelt. Vor allem kleine Kinder sollten aus Sicherheitsgründen an dieser Stelle nicht zu dicht ans Wasser gehen.

Bei Niedrigwasser werden im Bereich vor Otterndorf größere Wattflächen freigelegt, auf denen man spazieren gehen kann. Bei sommerlichen Temperaturen kann man, vor allem im August, die abgebildete Quallenart häufig antreffen.

An dieser Stelle beenden wir die Fahrt am Elbufer entlang (wer möchte, kann natürlich noch weiter am Grünstrand bis zur Medem oder noch weiter fahren) und überqueren den Deich. Unten angelangt befindet sich neben dem Gatter ein Durchgang für Fußgänger und Fahrradfahrer. Anschließend geht es gleich rechts herum auf einem kleinen Weg im weiten Bogen der neu errichteten Urlaubs-Ferienanlage entlang ins Binnenland.

Dies ist die idyllisch angelegte Ferienwohnungsanlage mit Seen und zahlreichen Holzbrücken bei Otterndorf. Auf dem verschlungen angelegten Gewässer kann man auch mit Kanus entlang fahren. Hinter einer kleinen Anhöhe fahren wir gleich rechts wieder ab und kommen auf eine asphaltierte Seitenstraße, auf der wir nach links abbiegen. Einige hundert Meter weiter treffen wir auf den Fahrradweg neben der Hauptstraße, auf dem wir nach rechts über Wehldorf und weiter in Richtung Cuxhaven zurückfahren. (Tipp: Landschaftlich weitaus schöner ist der schmale Wirtschaftsweg (kleines Foto), der bei Müggendorf links abgeht und in der zweiten 90°-Kurve bei Wehldorf dann später wieder auf den eigentlichen Weg trifft).

Wenn man alternativ auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg bei Müggendorf einbiegt (siehe Foto), fährt man links und rechts vorbei an Getreide-, Kornblumen-, Raps- oder Maisfeldern (je nach Jahreszeit).

An der Alten Marsch entlang fahren wir über die Brücke am Altenbrucher Kanal und sehen auf der rechten Seite die Schleuse mit der "Dicken Berta", an der wir zu Beginn der Tour an der Wasserseite schon vorbeigefahren sind. Die Alte Marsch ist eine sehr alte Alleestraße mit den wahrscheinlich ältesten Pflastersteinen in Cuxhaven. Auf dem schmalen Rad- und Fußgängerweg an der rechten Seite lässt es sich aber gut fahren ;-) Etwa einen Kilometer weiter taucht auf der linken Seite ein weiterer 59 Meter hoher schwarz-weiß markierter Leuchtturm auf, der als Richtfeuer dient.

Nachdem Sie die Bundesstraße 73 überquert haben, taucht am Ende der Alten Marsch die Grodener Kirche auf. Hier können Sie um die Mittagszeit dann z.B. bei der Gaststätte "Grodener Grill" oder dem griechischen Spezialitäten-Restaurant "Athena" eine Stärkung einnehmen. An der Papenstraße entlang erreichen Sie dann nach etwa einem Kilometer den Autobahnzubringer zum Kreisel, den Sie an der Ampelanlage überqueren. Von dort fahren Sie weiter nach Cuxhaven, Richtung Innenstadt.

 
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